Jeder gute Rechtsschutzvertrag beginnt mit einem Gespräch – bei mir ist das die 20-minütige, kostenlose Bedarfsanalyse. Damit es keine Katze im Sack ist, beschreibe ich hier genau, was dabei passiert: was ich frage, warum, und was am Ende steht. Vorab so viel: keine Produktvorführung.
Das Grundgerüst des Gesprächs folgt der Logik der Modulwahl. Lebenssituation: Arbeitsverhältnis, Unternehmen, Familie. Verkehr: wie viel, womit, mit wem. Wohnsituation: Eigentum, Miete, vermietete Immobilie. Verträge: größere Anschaffungen, Dienstleister, Online-Gewohnheiten. Frühere Reibungspunkte: nicht, um eine Deckung für die Vergangenheit zu bekommen – dafür lässt sich in der Regel keine Deckung abschließen –, sondern weil die Vergangenheit ein guter Indikator für künftige Risiken ist. Und der Rahmen: wie viel das Familienbudget tragen kann, ohne zur Belastung zu werden.
Dasselbe in der Sprache des Betriebs: Tätigkeit und Branche; Struktur des Kunden- und Lieferantenkreises; Mitarbeiterzahl und arbeitgeberseitige Exponierung; Mietobjekte, Fahrzeuge; Berührung mit Behörden; vorhandene rechtliche Ressourcen – Anwalt, Jurist – und Versicherungen. Bei Unternehmen bekommt die Portfolio-Frage besonderes Gewicht: Der Rechtsschutz fügt sich mit den übrigen Deckungen zu einem System zusammen, und auch Überschneidungen müssen herausgefiltert werden.
Ich frage nicht nach Gesundheitsdaten, verlange in der ersten Runde keine Unterlagen und frage nicht zu Beratungszwecken nach Einzelheiten laufender Streitigkeiten – Rechtsberatung leiste ich nicht, das ist die Aufgabe des Anwalts. Wenn Sie ein laufendes Verfahren haben, besprechen wir das offen: wofür die Versicherung keine Lösung ist, und was sich mit Blick auf die Zukunft dennoch zu regeln lohnt.
Am Ende des Gesprächs stehen die Risiko-Rangfolge und der vorgeschlagene Modul-Kreis – mit Deckungssummen, einer Richtung für die Selbstbeteiligung und einer Liste offener Fragen. Wenn Sie möchten, beginnt von hier aus die Ausschreibung: Angebote mehrerer Versicherer in einer einzigen Vergleichstabelle. Entscheiden Sie, dass es noch nicht aktuell ist, haben Sie trotzdem gewonnen: Ihre eigene Risiko-Landkarte ist auch dann wertvoll, wenn jetzt kein Vertrag daraus wird. Für die Beratung berechne ich kein Honorar – und die Entscheidung liegt in jedem Punkt bei Ihnen.
Für die Bedarfsanalyse müssen Sie sich nicht vorbereiten – aber wenn Sie möchten, sind drei Dinge hilfreich. Erstens die Liste der bestehenden Versicherungen (aus dem Kopf reicht): Das Portfolio-Bild wird gebraucht, um Doppelungen herauszufiltern. Zweitens die Fragenliste – Ihre eigenen Fragen sind wichtiger als meine. Drittens die grobe Vorstellung vom Budgetrahmen: wie hoch der jährliche Betrag ist, der nicht wehtut – dadurch wird der Vorschlag realistisch statt katalogartig. Was Sie NICHT mitbringen müssen: Unterlagen, Daten, eine Verpflichtung. Das erste Gespräch ist Landkarten-Zeichnen, kein Vertragsabschluss – am Ende entscheiden Sie, ob Sie Angebote wünschen, und es ist völlig in Ordnung, wenn die Antwort „ich überlege noch“ lautet. Die 20 Minuten lohnen sich trotzdem: Sie gehen mit Ihrer eigenen Risiko-Landkarte, die die Grundlage jeder späteren Entscheidung ist – egal, ob Sie am Ende bei mir oder anderswo abschließen.
Und wenn Sie sich nach den 20 Minuten entscheiden, nicht weiterzugehen? Auch dann haben Sie gewonnen: Die Risiko-Landkarte arbeitet auch in der Schublade weiter – bei der nächsten Veränderung Ihrer Lebenssituation können Sie sie hervorholen, aktualisieren und dort weitermachen, wo Sie aufgehört haben. Die Bedarfsanalyse verfällt nicht: Die Methode bleibt bestehen, nur das Leben darunter verändert sich.
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Kostenlos und unverbindlich – ich ermittle Ihren Bedarf und informiere Sie über die Möglichkeiten; die Entscheidung liegt bei Ihnen.